Projekte RWE: Transformationskonzept für einen Altindustriestandort

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Transformationsoptionen eines Altindustriestandorts am Beispiel der Brikettfabrik Frechen-Wachtberg

Die Brikettproduktion des letzten verbliebenden Kohleveredlungsbetriebs im Rheinischen Revier wird Ende des Jahres 2022 eingestellt. Damit endet eine über hundertjährige Geschichte des RWE-Standorts Frechen-Wachtberg. Gleichzeitig eröffnet die Schließung des Standorts eine große Chance für die Stadt Frechen und das Rheinische Revier: Die Chance, die besonderen Kompetenzen und das Erfahrungswissen der bis zu 700 Mitarbeiter:innen zu nutzen, um einen zukunftsfähigen Industriepark mit anschlussfähigen und sicheren Arbeitsplätzen zu entwickeln und mit alldem ein gutes Beispiel für die nachhaltige und zukunftssichere Transformation eines Konversionsstandorts zu geben.

Aufgaben und Projektziele

Der Standort Frechen-Wachtberg bietet viel Platz für verschiedene Anschluss-Nutzungen. Zunächst werden noch Teile der Anlage der Brikettfabrik am Standort weiterbetrieben, jedoch bestehen bereits jetzt Flächenpotenziale, die umgehend oder kurzfristig transformiert werden können. Die von agiplan entwickelte Studie zielte deswegen darauf ab, die Stärken des Standorts zu erarbeiten, Chancen auf Stichhaltigkeit und Implementierungsmöglichkeit zu untersuchen und die Umsetzung zu skizzieren.

Die Aufgabenstellung erforderte zum einen eine übergeordnete Auseinandersetzung mit der Flächenentwicklung im Sinne des Strukturwandels und zum anderen die Abwägung konkreter Baumaßnahmen. Dieses Zusammenspiel meisterte ein interdisziplinäres Team aus agiplan-Expert:innen der Bereiche Public Management und Industriearchitektur.

agiplan Leistungen

So geht's weiter

Die Studie identifizierte die besondere Lage im Umfeld Kölns, die hervorragende Erschließung durch Straßen und Schienen sowie die Energieversorgung als Stärken des Standorts. Außerdem würde er sich besonders für Unternehmen der Bioökonomie, der Kreislaufwirtschaft, der Energiewirtschaft, der Bahn-Instandhaltung und der Nahrungsmittelindustrie eignen. Denkbar wären sowohl ein einzelnes großes Werk, als auch ein kleinmaßstäblicher Gewerbe- und Industrie-Park. Alternativ wäre ebenfalls ein kleinteiliger Industrie-Campus für viele mittelständische Betriebe gleich mehrerer Branchen möglich.

Für eine erfolgreiche Transformation müssen neben allen Teilbereichen von RWE ebenfalls sämtliche Umfeldakteure und Stakeholder (Stadt Frechen, Wirtschaftsverbände, Land Nordrhein-Westfalen u. a.) an einem Strang ziehen. Um den Strukturwandel schnell umzusetzen, wollen die Stadt Frechen und RWE Power eng zusammenarbeiten. Die Fabrik muss ihren rechtlichen Status als Bergbaubetrieb nach und nach ablegen und dafür zum Beispiel Altanlagen zurückbauen. Gleichzeitig muss die Stadt Frechen als Trägerin der kommunalen Planungshoheit früh mit der Bauleitplanung beginnen, um den Rahmen für die Folgenutzungen zu schaffen. Sowohl die Stadt als auch RWE Power arbeiten daher schon eng an möglichen Rahmenkonzepten für den Standort.

Weitere Informationen zum Leistungsbereich Regional- und Stadtentwicklung von agiplan lesen Sie hier

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