Projekte Wirtschaftsförderungskonzept für den Kreis Lippe

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Der ländliche Raum geht mit seiner Wirtschaftsförderung in die Offensive

Der Kreis Lippe im Nordosten Nordrhein-Westfalens ist bekannt für seinen überwiegend ländlich geprägten Raum. Die Region verfügt jedoch ebenso über eine Reihe wirtschaftlicher und sozioökonomischer Potenziale und möchte diese fokussiert nutzen, um seine Wirtschaftskraft nachhaltig zu stärken. Ein Wirtschhaftsförderungskonzept soll dafür die Grundlage sein.

Im Auftrag des Kreises Lippe entwickelte die agiplan GmbH gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe ein Wirtschaftsförderungskonzept, welches auf den individuellen Stärken der Region (Potenziale) aufbaut. Mit dem Wirtschaftsförderungskonzept möchte die Region ihre Gewerbe- und Industrieflächen systematisch und zukunftsgerichtet positionieren und vermarkten, um Unternehmensansiedlungen zu fördern und die regionale Wertschöpfung zu stärken.

Durch das Wirtschaftsförderungskonzept identizierte Potenziale

Potenzial 1 „Es geht voran mit der Digitalisierung“

Zwar sind die digitalen Voraussetzungen im Kreis Lippe im Hinblick auf eine Wirtschaft 4.0 noch ausbaufähig, im Vergleich zu anderen ländlichen Regionen sind jedoch signifikante Fortschritte zu verzeichnen. Für den geplanten, flächendeckenden Ausbau der digitalen Anbindung, insbesondere von Gemeinden und Ortsteilen sowie gebietsansässigen Schulen, sind Fördermittel des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen beantragt. Über 70 Prozent aller Haushalte verfügen bereits über Highspeed-Internet.

Potenzial 2 „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich besser als anderswo“

Der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im erwerbsfähigen Alter im Kreis Lippe liegt über dem NRW-Durchschnitt. Zudem lag die Arbeitslosenquote 2017 unter dem NRW-Durchschnitt. Die Beschäftigten im Kreis Lippe sind vergleichsweise gut ausgebildet: Rund 75 Prozent verfügen über einen beruflichen oder akademischen Abschluss. Die Fachkräftesituation in der Region wird von den Unternehmen mehrheitlich zur Zeit noch als unkritisch wahrgenommen, da genügend endogene Potenziale vorlägen.

Potenzial 3 „Der Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft“

In den vergangenen Jahren verzeichnete der Kreis Lippe ein moderates Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (2,2 bis 3,6 Prozent). Die Investitionsquote liegt mit 3,2 Prozent leicht über dem landesweiten Durchschnitt. Von den rund 13.000 Unternehmen im Kreis hat nur ein Bruchteil mehr als 250 Mitarbeiter. Demnach nehmen kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) eine besondere Rolle im Wirtschaftsgefüge ein.

Potenzial 4 „Miteinander vernetzen hilft weiter“

Der Kreis verfügt über mehrere starke und innovative Netzwerke, die zukünftig weiter intensiviert und deren Potenziale stärker nach außen dargestellt werden sollen. Die regionalen „Hidden Champions“ beteiligen sich verstärkt an gemeinsamen Vorhaben der Wirtschaftsförderung. Eine zentrale Herausforderung der Region besteht darin, den sogenannten „Brain-Drain“, die Abwanderung von gut ausgebildetem Personal in andere Regionen, zu verhindern.

Potenzial 5 „Kompetenzfelder des Kreises Lippe“

Unbestrittene Leitbranche des Kreises Lippe ist die „Herstellung von elektronischen Erzeugnissen“ mit aktuell über 8.200 Beschäftigten. Weitere Kompetenzfelder sind „Fertigung / Maschinenbau“, „Kunststoffe“ und „Holzbe- und –verarbeitung“

Leitbild des Wirtschaftsförderungskonzepts: „Zukunftsfähiger Standort des produzierenden Mittelstandes“

Das Wirtschaftsförderungskonzept umfasst ein vierstufiges Zielsystem: Ausgangspunkt ist das übergreifende Leitziel der „Verstärkung der resilienten Transformation hin zu einem zukunftsfähigen Standort des produzierenden Mittelstands“. Daraus abgeleitet ergeben sich drei strategische Ziele, welche die Region durch Aktionen in konkreten Handlungsfeldern erreichen möchte. Einzelne Projekte innerhalb der Handlungsfelder wurden bereits initiiert und umgesetzt. (Vgl. Abbildung 1)

Projekte, die zum Wirtschaftsförderungskonzept gehören

Abbildung 1

Die vorhandenen Potenziale nutzen, um die Wirtschaft zu stärken

agiplan ist bei der Entwicklung des Wirtschaftsförderungskonzeptes systematisch vorgegangen: Im ersten Schritt wurden die fünf Potenzialfelder des Kreises Lippe auf Basis von Kompetenzfeld-, Trend- und Wertschöpfungskettenanalysen, der Identifikation innovativer Milieus sowie der Ergebnisse einer Unternehmensbefragung herausgearbeitet. Mithilfe einer SWOT-Analyse erstellte agiplan anschließend das hierarchisch aufgebaute Zielsystem mit dem übergeordneten Leitziel, der Ableitung dreier strategischer Ziele und fünf Handlungsfelder. (Vgl. Abbildung 2)

Leitziel, SWOT und Ableitungen, die in Form des Wirtschaftsförderungskonzepts formuliert wurden.

Abbildung 2

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