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Neues Logistikzentrum für Ersatzteile in Gütersloh

Neues Ersatzteillager für Miele in Gütersloh

Die agiplan GmbH hat für Miele den Logistikstandort Gütersloh um ein neu errichtetes zentrales Lager für Ersatzteile und Zubehör (ZEL) erweitert. Neben der Logistikplanung übernahm agiplan das Management der Schnittstellen im Bau und die Betreuung des Hochlaufs.

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  • Analyse der Logistikprozesse und benötigten Kapazitäten, Prognose von Mengen und Dynamik
  • Block- und Funktionslayouts, Werkstrukturplanung
  • Festlegung des Automatisierungsgrades, Auslegung der Kommissionier- und Lagersysteme
  • Bewertung der Varianten nach Produktivität, Erweiter- und Skalierbarkeit, Investitionen und Betriebskosten
  • Feinplanung der Vorzugsvariante, Ausschreibung der technischen Gewerke und Vergabeempfehlung

30 Millionen Euro Invest ermöglichen erstklassigen Ersatzteil-Service

Der Logistikstandort von Miele in Gütersloh wurde um das komplett neue zentrale Lager für Ersatzteile und Zubehör (ZEL) erweitert. Das Gebäude, für das agiplan die Logistikplanung übernommen hat, bietet 19.000 Palettenstellplätze im automatischen Hochregallager und 43.000 Behälter-Stellplätze im automatischen Kleinteilelager, zusammen mit den manuellen Lagerbereichen und den Kommissionierzonen auf insgesamt 13.000 m². Das Ersatzteilzentrum entstand auf einem 5 Hektar großen, firmeneigenen Grundstück. Vor allem die „Schnell- und Mitteldreher“ finden dort nun ihren Platz. Im alten Ersatzteillager werden noch unverpackte Ersatzteile und „Langsamdreher“ gelagert.

Zunehmende Direktbelieferung der Techniker

Für die Planung war der Serviceanspruch von Miele maßgeblich: Die Techniker sollen innerhalb von 24 Stunden 98 Prozent der Ersatzteile zur Verfügung haben, um Wartungsaufträge möglichst beim Erstbesuch abschließen zu können. Ein zunehmender Anteil der Distribution erfolgt per Paketversand in Direktbelieferung.

Nic Steller, Projektleiter bei agiplan sagt: „Der Lieferservicegrad ist natürlich die wichtigste Zielgröße, wenn wir ein Ersatzteilprojekt konzipieren. Wir haben sehr ausführlich die Ist-Situation evaluiert, viel Zeit auf eine gute Prognose der Bestände und der Dynamik verwendet. Und schließlich in der Systemauswahl eine sinnvolle Kombination aus automatischen und manuellen Systemen gefunden. So stimmt die Leistung, gleichzeitig ist die Anlage von den Investitionen und Betriebskosten her sehr wirtschaftlich, gut skalierbar und erweiterungsfähig.“

Fördertechnik mit maximaler Konnektivität

Das Rückgrat der Intralogistik bilden 1,5 Kilometer Fördertechnik für leere und volle Behälter und zirka 300 Meter Palettenfördertechnik. Alle Lagerbereiche sind daran angeschlossen, und auch eine mögliche Erweiterung kann über ein entnehmbares Fensterelement direkt verbunden werden.

Ein automatisches Paletten-Hochregallager mit 17 Lagerebenen und 8 Regalbediengeräten sowie das automatische Kleinteilelager mit 40 Ebenen und 6 RBGs sind die Kernelemente der Lagerzonen. Die Gesamtanlage ist auf kontinuierliches Wachstum ausgelegt: Die Artikel sind in A-, B- und C-Teile segmentiert. Die häufig nachgefragten A-Teile werden im Komplettausbau im manuellen Lagerbereich vorgehalten. Im HRL und AKL lagern B- und C-Teile, die weniger oft im Zugriff sind.

Da alle Lagerbereiche über die Fördertechnik angebunden sind, ergibt sich eine maximale Flexibilität im Zusammenspiel der Zonen.

So leise wie eine normal geführte Unterhaltung

Qualität und Langlebigkeit von Produkten sowie der Umgang mit Mitarbeitern und Arbeitspraktiken haben bei Miele schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Dies spiegelt sich im neuen ZEL wider: Dr. Jörg Heimsoth, Leiter der Ersatzteillogistik bei Miele, sagt: „Das neue Ersatzteillager ist besonders hell und extrem leise. Die Arbeitsplätze sind nach neusten ergonomischen Erkenntnissen gestaltet.“ In einer Zahl ausgedrückt: Der mittlere Geräuschpegel liegt bei unter 68 Dezibel, damit nur etwas oberhalb einer normal geführten Unterhaltung.

Bekenntnis zu Ressourceneffizienz

Das Bekenntnis von Miele zu nachhaltigen, ressourceneffizienten Prozessen, insbesondere in der Logistik, wurde im Neubau an vielen Stellen umgesetzt: Eine 3-fach bessere Dämmung als gesetzlich vorgeschrieben verringert den Wärmebedarf im Winter. Im Sommer ist weniger aktive Kühlung erforderlich.

Die Tageslichtkuppeln wurden entsprechend hochwertig ausgelegt, um auch hier keine Temperaturverluste zu haben. Ein Kraftwerk aus einem benachbarten Industriegebiet versorgt das ZEL mit Fernwärme. Wo es sinnvoll ist, setzt man auf LED-Beleuchtung mit Abschaltregelung, die Außenbeleuchtung wird nachts um 50 Prozent reduziert. Durch Schnelllauftore an den Laderampen werden Wärmeverluste durch Zugluft vermieden.

Von innen nach aussen geplant

Das Fazit von Dr. Stefan Schwinning, Leiter des Zentralbereichs Distributionslogistik International bei Miele: „Die Planungsphilosophie‚ von innen nach außen‘, also von den Prozessen und Anforderungen her kommend über die Systeme zum Layout und der Gebäudehülle hat sich bestens bewährt. Dadurch konnten wir einerseits die Gegebenheiten vor Ort optimal ausnutzen, andererseits ist das Zentrum wandlungsfähig, damit also auf lange Zeit nutzbar und somit nachhaltig. Genau wie alle Produkte von Miele!“

Fakten

13.000
Gebäudefläche
30 Mio.
Investition
8.000
Pakete / Tag
62.000
Artikel
120
Mitarbeiter
Industrial Consulting - Miele
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