Stadt- und Regionalentwicklung, 17.10.2019 Projekt zu Mikro-Depots in kleineren Großstädten

Urbane logistik – agiplan

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Letzte Meile verkürzen

agiplan hat gemeinsam mit dem Fraunhofer IML erstmals eine Machbarkeitsstudie zur Realisierung von Mikro-Depots in Städten ab 100.000 Einwohnern durchgeführt.

Die zunehmende Urbanisierung trifft deutsche Städte verschiedener Größenordnungen immer deutlicher. Wohnungsdruck, Verkehrsdruck, Parkdruck sind nur einige Aspekte, die hier im unmittelbaren Zusammenhang stehen –immer mehr Menschen wohnen auf wenig Raum. 2020 leben über 78% der Deutschen in Städten mit steigender Tendenz. Davon wohnen über 30% in Städten über 100.000 Einwohnern, aber auf nur ca. 5 % der gesamtdeutschen Fläche (BBSR 2019: Laufende Stadtbeobachtung – Raumabgrenzungen). Eine zunehmende Verkehrsbelastung ist auch an den immerwährend steigenden Online Handel und dem damit einhergehenden Paketaufkommen geknüpft. Abbildung 1 verdeutlicht den immer mehr an Relevanz gewinnenden Online-Handel und macht damit neue zu bewältigende Herausforderungen für den urbanen Lieferverkehr in den kommenden Jahren transparent.

Entwicklung und Prognose des KEP-Sendungsvolumina bis 2023

Abbildung 1: Entwicklung und Prognose des KEP-Sendungsvolumina bis 2023 (in Mio. Sendungen)
(Quelle: eigene Darstellung nach BIEK KEP-Studie 2019 – Analyse des Marktes in Deutschland)

Handlungsempfehlungen für kleine Großstädte

Während vorrangig größere Großstädten mit über 500.000 Einwohnern bereits Pilotprojekte einzelner Anbieter für eine stadtverträgliche Logistik erproben, mangelt es kleineren Großstädten und Kommunen ab 100.000 Einwohnern an Konzepten und pilothaften Umsetzungen, die zur Verkehrsentlastung sowie zur Reduzierung von Emissionen beitragen. Anhand der Städte Krefeld, Mönchengladbach und Neuss hat agiplan gemeinsam mit dem Fraunhofer IML für die IHK Mittlerer Niederrhein nun alternative Lösungswege für die Paketzustellung in Innenstädten entwickelt. Genauer handelt es sich um Mikro-Depots, die einen innenstadtnahen Umschlag ermöglichen. Mikro-Depots verkürzen die erste bzw. letzte Meile in der Paketzustellung, indem Strecken, die sonst i. d. R. mit dieselbetriebenen Paketwagen durchgeführt werden nun durch elektro-betriebene Kleinstfahrzeuge (z. B. Lastenräder) ersetzt werden, die nicht an eine Fahrbahnnutzung gebunden sind.

Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Herangehensweise, wie Bestandsimmobilien zur Eignung für den Betrieb von Multi-User-Mikro-Depots zu betrachten sind, um eine parallele Nutzung von verschiedenen (Paket-) Dienstleistern zu ermöglichen. Neben baulich-technische Planungsaspekten, wurden auch betriebliche und rechtliche Aspekte geprüft. Als Ergebnis des Projekts steht ein Handbuch, welches grundlegende Planungsaspekte zur Realisierung von Mikro-Depots in Städten zwischen 150.000 und 300.000 Einwohnern aufzeigt.

Mikro-Depots in kleinen Großstädten

Das Handbuch wurde November 2019 dem Landesverkehrsminister  von NRW überreicht und von der IHK Mittlerer Niederrhein veröffentlicht.  

Weitere Informationen zur Urbanen Logistik finden Sie hier >>