Themen, 07.10.2019 Mit der Prozesskostenrechnung zur realen Kostensenkung

Operational Excellence Prozesskosten

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mitarbeiter jbischoff

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Von der Vermutung zur Gewissheit: Verborgene Potenziale zur Kostensenkung aufdecken

Mit der noch vagen, kundenseitigen Formulierung „Wir vermuten in den Logistikkosten für die Materialbereitstellung an die Montage ein großes Rationalisierungspotenzial und einen Ansatz zur Kostensenkung“ begann für agiplan ein weiteres Operational Excellence-Projekt. Wir lösen die Aufgabe durch den Einsatz der Prozesskostenrechnung, indem wir zeitnah und transparent die anfallenden Logistikkosten herausarbeiten und dabei zusätzlich die Kostentreiber identifizieren. Welche kostenwirksamen Optimierungen wo in den Unternehmen unserer Kunden durchgeführt werden können, rundet unsere beratende Tätigkeit ab.

Transparenz in den Versorgungsstrukturen schaffen

Ein Beispiel: Typisch für einen Serienfertiger ist die Vielfalt der Teile, die für die Montage zugesteuert werden. Von klein bis groß, von leicht bis schwer, vom Kleinteilebehälter über die Gitterbox bis zum Spezialgestell, vom bedarfs- bis zum verbrauchsgesteuert disponierten Teil – Größe, Gewicht, Ladungsträger oder Dispositionsart variieren stark, und das bei bis zu mehreren hundert Einbauteilen. Mit den Komplexitätsgraden der Produktvarianz, der Unterschiedlichkeit der Lieferanten und der Anlieferungsformen per Kanban-Regelkreis oder Sequenzbelieferung entsteht ein oft kaum überschaubares Geflecht an Versorgungsprozessen. Auch im erwähnten Projekt war dies die Ausgangssituation und so galt es, als erste Strategie zunächst einmal die Prozesse zu strukturieren und dem Teilespektrum zuzuordnen.

Die Logistikprozesse auf den Prüfstand stellen

In der Landschaft der nun strukturierten Prozesse und dem bewältigten Mengengerüst konnten die einzelnen Prozesswege nun klar analysiert und für jeden Teilprozessschritt die jeweiligen Kosten an direktem Personal, Overhead, Kosten für Lagerprozesse, Handling und Transport und weiteren Kosten zugeordnet werden. Betrachtet wurde dabei die gesamte logistische Kette vom Lieferant bis zur Bereitstellung an die Montage – auch mit den Teilprozessen und Kosten, die vom externen Logistikdienstleister durchgeführt wurden. Die transparent gemachten Prozesse zeigten nun eindeutig auf, wie oft das Material in die Hand genommen wurde, wo Bestände über mehrere Lagerstufen verteilt waren oder welche weiteren Verschwendungen sich ins Tagesgeschäft eingeschlichen hatten. Wir schaffen somit die Basis für die späteren Effizienzgewinne bei spürbarer Kostensenkung.

Durch die zugeordneten Prozesskosten lokalisieren wir eindeutig die Kostentreiber: Lohnkostenvorteile des Logistikdienstleisters wurden von den Transportkosten ins Werk mehr als aufgezehrt; um wieviel günstiger es ist, ein Teil direkt am Band bereitzustellen, als es im Supermarkt zu kommissionieren und welche Kosten durch das Leerguthandling entstehen.

Prozesskosten, die agiplan im Zuge der Prozesskostenrechnung herausarbeitet

Die von agiplan transparent herausgearbeiteten Kosten, die mit den einzelnen Prozessschritten verbunden sind.

Die Erkenntnisse umsetzen – der Schlüssel zum Erfolg

Wie erfolgt nun die erfolgreiche Umsetzung der herausgearbeiteten Erkenntnisse in Ihrem Unternehmen? Auch hier fällt es nach der Analyse-Phase durch die geschaffene Transparenz erfahrungsgemäß nicht allzu schwer, die strategischen Maßnahmen für die Optimierung der Logistik zu formulieren. Der erste Schritt hierbei ist meist die Schaffung schlanker und vor allem standardisierter Soll-Versorgungsprozesse – denn es hilft nicht, für jedes Teil einen eigenen Prozess zu definieren. Welches Teil mit welcher logistischen Teilecharakteristik welchem Soll-Versorgungsprozess zuzuordnen ist, wird in einem Regelwerk definiert und ist der zweite und anschließende Schritt. Damit zieht in die Versorgungslogistik eine neue Grundordnung ein, auf die in den folgenden Schritten aufgesetzt werden kann – durch Optimierung der Landungsträger, der Transporthilfsmittel, der Dispositionsverfahren oder -parameter bis hin zu strukturellen Veränderungen. Im beschriebenen Projekt wurden als eine der Maßnahmen wesentliche Teileumfänge vom Logistikdienstleister ins eigene Kommissionierlager zurückgeholt.

Informationen zum Kostenmanagement-Bereich "Prozesskostenrechnung" von agiplan lesen Sie hier >>