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Wie informieren sich Entscheidungsträger?

Mülheim an der Ruhr, 13/08/2014

Studie: Fachzeitschriften sind wichtigstes Medium

Führungskräfte setzen noch auf bewährte Wege, um sich zu informieren. Doch die digitalen Medien holen rasant auf. Dies zeigt eine Studie des Beratungs- und Planungsunternehmens agiplan mit der Hochschule BiTS.

Trotz Digitalisierung und neuer Medien bleiben gedruckte Fachzeitschriften und allgemeine Wirtschaftsmedien die wichtigsten Informationsmittel für deutsche Entscheidungsträger.

Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie, die das Beratungs- und Planungsunternehmen agiplan in Auftrag gegeben hat. "Erst an dritter Stellen der bevorzugten Medien stehen Hersteller- und Fachwebseiten", sagt Studienleiterin Marie-Christin Ackermann.

An der Studie, die in Zusammenarbeit mit der Unternehmer-Hochschule BiTS entstanden ist, haben mehr als 1000 Führungskräfte aus kleinen und mittelständischen sowie aus Großunternehmen teilgenommen. Ziel war, zu untersuchen, wie und wo Entscheider sich über ihr Arbeitsfeld informieren.

50 Prozent lesen E-Mail-Newsletter – Absage an Blogs und Fachforen

E-Mail-Newsletter werden von der Hälfte der Befragten gelesen – soziale Netzwerke wie Twitter, Xing oder LinkedIn werden hingegen seltener genutzt, um an Informationen zu gelangen. Eine klare Absage gab es an Blogs, Fachforen, Communities, Podcast, Audiobeiträge und Web-TV: Sie werden kaum abgefragt und spielen nahezu keine Rolle bei der Informationsbeschaffung.

Immer wichtiger hingegen wird die Möglichkeit, unterwegs an Informationen zu gelangen - Smartphones (81 Prozent) und Notebooks (79 Prozent) sind dabei die beliebtesten Endgeräte. "Die Studie hat gezeigt, dass gerade Führungskräfte sich sehr gezielt informieren", sagt Marie-Christin Ackermann. "Der Großteil (76 Prozent) legt seinen Fokus auf wenige Internetseiten, um die Fülle an Informationen handhaben zu können."

Und was macht einen guten Beitrag aus? Laut Studie legen Leser vor allem Wert auf eine klare und verständliche Sprache. Wichtig sind ihnen bei Artikeln auch eine kurze inhaltliche Zusammenfassung sowie Beispiele aus der Praxis.

73 Prozent glauben, dass digitale Medien Fachzeitschriften ablösen werden

Mit Blick auf die künftigen Entwicklungen gehen die Führungskräfte davon aus, dass neue Medien die klassischen Fachzeitschriften als wichtigste Informationsquelle immer weiter ablösen werden. Allerdings glauben nur 9 Prozent der Befragten, dass Fachmagazine für sie völlig irrelevant werden.

Unterschiede hat die Studie zwischen den verschiedenen Altersgruppen aufgezeigt. So nutzen Führungskräfte unter 40 Jahren Webseiten, Fachforen und Blogs erwartungsgemäß deutlich öfter, als ihre Kollegen ab 40 Jahren. Das trifft jedoch nicht auf die sozialen Netzwerke zu. Hier sind beide Gruppen gleich häufig unterwegs.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

  • 79,2% der Entscheider nutzen Fachzeitschriften als Informationsquellen (51,6% allgemeine Wirtschaftsmedien, 49% Hersteller- und Fachwebseiten).
  • 76% der Entscheidungsträger fokussieren sich auf einige wenige Webseiten.
  • 49% haben Newsletter abonniert.
  • 5,1 % nutzen RSS-Feeds.
  • 2% nutzen regelmäßig QR-Codes.
  • 62% aller Befragten ist es wichtig, sich jederzeit unterwegs informieren zu können.
  • 81% Prozent der Entscheider nutzen unterwegs ihr Smartphone als Informationsquelle (79% Laptops und Netbooks, 42% Tablets).
  • Die Nutzung von Fachzeitschriften hat im Vergleich zu vor fünf Jahren laut Eigeneinschätzung der Entscheider um durchschnittlich 40% abgenommen.
  • 64% glauben, dass die neuen Medien die klassischen Fachzeitschriften in Zukunft größtenteils ablösen werden (9% glauben, dass Fachzeitschriften völlig verschwinden).
Infografik mit den Ergebnissen der Studie
Infografik mit den Ergebnissen der Studie
Infografik mit den Ergebnissen der Studie
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Infografik mit den Ergebnissen der Studie
Infografik mit den Ergebnissen der Studie
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